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Leider fiel der Start der Sportwoche mächtig ins Wasser.

Seit Sönke Wortmanns Film "Das Wunder von Bern" kennen auch schon die jüngsten Besucher der Bühner Sportwoche Sepp Herbergers Spruch vor dem grandiosen 54-er Finale: "Das ist dem Fritz sein Wetter." Wie damals prasselte auch am ersten Tag unseres Sportereignisses der Regen unaufhörlich vom Himmel. Geholfen hat er den Bühnern leider nicht. Unser Kapitän Florian Waldeyer durfte den Bergpokal nicht in die Höhe stemmen. Mit 0:2 Toren unterlagen die Spieker-Schützlinge im entscheidenden Spiel gegen Tietelsen/Rothe. Dabei sah es zu Beginn wirklich gut für die Schwarz-Gelben aus. Nach einem 2:2 Unentschieden gegen Haarbrück/Jakobsberg (Tore: Marc Niemeier und Martin Waldeyer) wurde der SC Manrode mit 2:1 nach Treffern von Kai-Uwe Böckmann und Marc Niemeier besiegt. Die Finalniederlage bescherte unserer Elf immerhin einen ehrenvollen zweiten Platz. In einem Einlagespiel gewannen die A-Jugendlichen der SG Bühne/Körbecke gegen Dössel mit 3:1 Toren. Pascal Schaub, Marcel Dierkes und Marius Hartmann trafen für die Kombinierten.

Nach diesem Regensonntag war dann erst einmal Schluss mit dem Fußball. Der ramponierte Rasen musste schließlich gepflegt werden. Deshalb fielen die Spiele am Dienstag aus. Die Ruhepause tat unseren Aktiven sichtlich gut. Im Qualifikationsspiel zur Teilnahme am Kreispokal wartete am Mittwoch mit den klassenhöheren Fußballern des FC Großeneder/Engar ein echter Brocken auf die Heimmannschaft. Bei diesmal perfektem Fußballwetter zeigte unsere Mannschaft alles, was ein Zuschauer an diesem Sport so schätzt. Kampf, Einsatz und gelungene Spielzüge waren nach einer etwas schwächeren ersten Halbzeit im zweiten Abschnitt Grundlage eines überraschenden 3:2 Sieges gegen den Favoriten. Marc Niemeier und der hoffnungsvolle gerade aus der Jugend gekommene Doppeltorschütze Uli Redeker schossen unsere Elf in die nächste Runde.
Zeitgleich mit dem Fußballspiel gingen die Freunde des Radsports auf Tour. Wegen der akuten Gefährdung verzichteten die Verantwortlichen auf die mörderische Strecke nach Trendelburg mit dem Rückweg über Sielen und Muddenhagen. Am Ende konnte es zwar niemand recht glauben, doch es sprach sich in Windeseile herum. Auf der Flachetappe nach Borgentreich waren alle Athleten sauber geblieben und durften sich als Prämie des Veranstalters zum Abschluss die auf keiner Dopingliste stehenden Bratwürste mit Bier oder Wasser kaufen.

Auch die Jüngsten ließen sich vom Regen nicht aufhalten.

Der Donnerstag gehörte den Läuferinnen und Läufern. Zu diesem Ereignis hatte der Himmel wieder einmal pünktlich seine Schleusen geöffnet. Otto Lenz und Karl Nagel befürchteten mit einer Absage vieler Teilnehmer schon den Supergau. Zum Schluss wurde abgerechnet und mit 110 Startern eine neue Rekordmarke erzielt. Ein Riesenkompliment allen Wettkämpfern und den Eltern des teilnehmenden Nachwuchses. Die Kinder des Bühner Kindergartens, der Grundschule und Läufer aus den Nachbardörfern Körbecke und Manrode beteiligten sich in großer Zahl an diesem Lauf. Die Eltern bewiesen, dass sie auch bei widrigen Umständen ihre Kinder keineswegs überbehütend in Watte zu stecken gedenken. Dabei spielte es nur eine untergeordnete Rolle, ob der Schützling gerade Erster, Achter oder Letzter geworden war. Die vom Regen durchtränkten Zuschauer hatten ein gutes Gespür für die Besonderheit der Situation und sparten bei keinem Teilnehmer mit Beifall. So soll und wird der Lauf niemals verschwinden. Im Gegenteil, Otto Lenz sprach davon, dass im nächsten Jahr als Bereicherung noch zusätzlich eine Nordic-Walking-Strecke angeboten werden soll.
Katharina Hengst aus Bühne und Jonathan Waldeyer aus Wehrden waren die Gewinner des 500 Meter Laufes. Luis Waldeyer lief mit seinen 3 Jahren als jüngster Teilnehmer die Strecke gemeinsam mit seinem Vater Martin. Den 1,34 Kilometer-Schülerinnenlauf in den Altersklassen B, C und D beherrschten die Schwestern Rosalie, Charlotte und Martha Schweizer. Bei den Schülern siegten die beiden Bühner Johannes Klotz (Altersklasse C) und Steffen Rose (Altersklasse D).

Die Schüler der Altersklassen A und B mussten mit 2,68 Kilometern die doppelte Distanz bewältigen. Jonas Lange und der Bühner Moritz Lenz konnten hier gewinnen. Neben Julius Klotz und Fabio Krull gab es mit Olaf Drephal einen weiteren Sieger über die 5000 m. Er erreichte das Ziel nach 20:26 Minuten. Ursula Müller (NSU Brakel) benötigte als Siegerin der Frauen 24:46 Minuten.
Den Hauptlauf über die zehn Kilometer dominierten Sebastian Brandt vom TV Jahn Bad Driburg und Michael Brand (NSU Brakel). Sie überquerten gemeinsam in neuer Rekordzeit von 33:36 Minuten das Ziel. Barbara Oberhoff aus Drankhausen gewann das Rennen der Frauen in 44:26 Minuten.
Am letzten Wochenende gab es dann endlich keinen Regen mehr. Als am Freitag das erste Spiel der Bambini und F-Jugend im "ewigen Zweikampf" Dorf gegen Siedlung abgepfiffen wurde, befürchteten die Siedlungsbewohner schon die totale Pleite. Man wagt es kaum auszusprechen, doch am Ende hatten die Dorfkinder ihre Siedlungskollegen mit sage und schreibe 8:1 Toren vom Platz gefegt. Niklas Hanke 3, Daniel Reinhardt 2, Roman Klare, David Arendes und Maximilian Klare sorgten bei dem Gegentor von Hendrik Köhler für ein Stimmungshoch der Dorfbewohner. Das zweite Spiel der E- und D-Jugendlichen endete 2:2. Für das Dorf trafen Niklas Hanke und Alexander Niemeier. Als Torschützen der Siedlung ernteten Kevin Borgmeier und Jonathan Kornhoff die Komplimente ihrer Anhänger. Die Spieler beider Ortsteile wollten sich dieses Ergebnis nicht durch eine eventuelle Strafstoßniederlage vermiesen lassen und beließen es bei dem Unentschieden.
Im Hauptkampf des Abends standen sich die Senioren gegenüber. Guido Krause hatte die Dorfelf mit 1:0 in Führung gebracht. Danach drängte die Siedlungsmannschaft auf den Ausgleich. Außer einem Lattenknaller von Hartmut Konze hielt sich die Aufregung allerdings in Grenzen. Die besten Chancen wurden versiebt und die Siedlungsgesichter lang und länger. Doch dann kam der Auftritt des Hubert Krull. Mit einem satten Distanzschuss erzielte der Mann, der in seiner Karriere unzählige Tore für den FC geschossen hat, den Ausgleich. Nach diesem 1:1- Endstand verzichteten beide Mannschaften keineswegs auf das Elfmeterschießen. Darüber freuten sich besonders die Zuschauer. Am Ende erwies sich die Siedlungself (fast überflüssig zu erwähnen, dass auch Hubert Krull seinen Elfmeter sicher verwandelte) als etwas nervenstärker und gewann den Pokal.
Das Blackminton Programm mit dem Allroundsportler Ivan Jakings und seinen Tai-Bo- Tänzerinnen gefiel dem Publikum am späten Abend so gut, dass es sofort an Ort und Stelle wiederholt werden musste.
Christoph Klares E-Juniorenteam schlug sich beim Turnier am Samstag vorzüglich. Im Halbfinale unterlag seine Mannschaft gegen den späteren Sieger aus Warburg lediglich im Neunmeterschießen.
Martin Waldeyer zeigte sich zum Abschluss des 12. Mitternachtsturniers gespalten: "Einerseits ist es sehr erfreulich, dass das Turnier fair und ohne Verletzungen durchgeführt werden konnte. Etwas enttäuschend ist allerdings die geringer gewordene Resonanz. 12 Mannschaften hatten gemeldet. Davon sind nur acht erschienen. Spontan kamen noch 2 Clubs dazu." Sieger wurde das Team "Bauwagen Borgentreich", gefolgt von Frankys Friends, TSG/WSG und dem FC Anleipasser.
Wie konnte es auch anders sein? Ein strahlend schöner Sonntag beendete die Sportwoche. Hier standen zunächst die allerjüngsten Nachwuchshoffnungen des FC im Blickpunkt. Dabei schafften die G-Junioren unseres Vereins unter ihrem Trainer Ivan Jakings mit 5 Punkten einen tollen zweiten Platz und mussten nur den Sportfreunden aus Warburg den Vortritt lassen.

Die Tanzmäuse vor ihrem Auftritt..

Die Tanzvorführungen der Westerntanzgruppen "Border Crossing Lines" und der "Tanzmäuse" begeisterten das Publikum. Nun sind die "Tanzmäuse" mit ihren Trainerinnen Franziska und Bettina Appelt sowie Annika Cajka den Zuschauern schon lange bekannt als Markenzeichen bester Unterhaltung. Der letzte Sonntag bietet ja nun schon seit längerer Zeit den Kindern ein buntes Unterhaltungsprogramm. Karolin Kornhoff schminkte zur Freude der Eltern und des Nachwuchses die Kinder professionell. Das AWO-Spielmobil sorgte auch mit dafür, dass die Kinder den letzten Tag der Sommerferien in bester Erinnerung behalten werden.
Wie ein guter Regisseur hatte sich der Bühner Sportchef Alfred Kropp die Höhepunkte für das Ende aufbewahrt. Die Neugierigen der "Blind Soccer-Premiere" geduldeten sich gar zu gern und warteten begeistert auf das Ende des F-Jugendturniers. Hier gelang den Bühnern ein echter Knaller. Die zweite Mannschaft schaffte mit ihrem Coach Ivan Jakings einen guten zweiten Platz in der Trostrunde. Sieger des Gesamtturniers mit einem 2:0 Finalsieg über Beverungen wurde die von Jochen Kornhoff trainierte erste Garnitur des Gastgebers. David Arendes hatte im Endspiel gegen Beverungen beide Tore erzielt. Kapitän Leonhard Kornhoff konnte im Kreise seiner überglücklichen Mannschaftskollegen den ersehnten Pokal in den Bühner Vorabendhimmel recken.
Auch das erstmals in Bühne ausgetragene "Blind Soccer" Turnier erfüllte die Erwartungen des Publikums. 
Trotz vieler Wetterkapriolen war die Sportwoche 2007 ein voller Erfolg für Athleten, Zuschauer und Organisatoren, die den Dank des Publikums wieder einmal mehr als verdient haben.

Quelle: www.buehne-piun.de