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 Jeder Altgalaktische wollte in das Finale

Über den Kampf zum 2:1 Sieg gegen die SpVg 20 Brakel

Samstag, 05.05.2018, 17:00 Uhr im Alsterstadion Bühne

Kaum war das richtig gute Spiel gegen den SV Dringenberg mit einem „kleinem“ Umtrunk nachbesprochen worden, war die Konzentration voll auf den nächsten Gegner gerichtet. Es war keine geringere Mannschaft als die SpVg 20 Brakel als Nächstes dran. Obwohl man uns vorher ankündigte, aufgrund einer Firmungsfeierlichkeit nur mit maximal zwölf Spielern, und wegen unterschiedlichen verletzungsbedingten Ausfällen nur sehr geschwächt ins Alsterstadion zu kommen, stellten Marc und Hartmut unsere Mannschaft so ein, als würden die Gäste in Vollbesetzung kommen.

Und das war gut so. Einen Schlendrian sollten sich die Altgalaktischen nicht leisten dürfen, sonst wäre der Einzug in das Finale sicherlich nicht erreicht worden.

Mit 16 Spielern wurde bei schönstem Wetter und einer wiederrum beindruckenden Kulisse von mehr als 85 Zuschauerinnen und Zuschauern das Spiel angepfiffen. Und alle wurden mehr als nur gebraucht. Im Übrigen hatte der angesetzte Schiedsrichter aus Beverungen nicht seinen besten Tag. Zumindest waren die wenigen, aber größeren Fehlentscheidungen wenigstens nahezu gleichmäßig verteilt. Aber er verstand es immer wieder, im Mittelpunkt zu stehen, und nicht das Spiel als wichtiges anzusehen. Schade eigentlich, dass dadurch der Unmut bei beiden Mannschaften und einigen Zuschauern wuchs.

Die Aufstellung: (3:4:2:1)

Torwart: Sebastian Niggemann

Abwehr: „Muddy“ Florian Waldeyer, Ilja Beckel, Thomas Deak

Mittelfeld: „Letsche“ Christian Wrede, „Mult“ Mathias Engemann, „Buschi“ Christian Löhr, „Bömmel“ Stephan Bömelburg, „Ata“ Atacan Okur, Marc Niemeier

Sturm: Andre Sima

Ergänzungsspieler: Hartmut Konze, Mario Laskowski, Dennis Henke, Karsten Jakubeit, Alexander Hoff

Wie letzte Woche schon geschrieben, hatten wir „Mult“ gegen Dringenberg geschont. Das sollte sich auszahlen. Immerhin hielt sein Knie trotz problemlosem Aufwärmen zwei Minuten lang dem echten Wettbewerb stand. Schade, Mult hatte dem Spiel die ganze Woche über besonders entgegengefiebert. Später ohne Kniebandage kam er nochmal ins Spiel und trug mit zum taktischen Zeitspiel bei. Außerdem war er an der Außenlinie durch seine Anweisungen fast genauso wertvoll.

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Für „Mult“ kam Mario Laskowski rein, der die Rolle sofort und zur vollsten Zufriedenheit übernahm. Darüber hinaus mussten dem Kampf die Schuhe unseres Liberos Ilja Beckel vollsten Tribut zollen, indem sich die Sohle zur Hälfte ablöste. Bis zu diesem Zeitpunkt trat mal wieder unser altes Problem auf, die fehlende Bindung zwischen der Abwehr, dem Mittelfeld und der Lücke zum Sturm war nicht so gut. Die Brakeler waren richtig stark und wir kamen nicht wirklich zwingend nach vorne. Unser Plan war es, Andre Sima aus einer tiefstehenden Abwehr mit Bällen über die gegnerische Abwehr hinweg in Szene zu setzten.

In der 23. Minute klappte es zum ersten Mal richtig, und schon wurde Andre vom gegnerischen Torwart als letzter Mann im Strafraum von den Beinen geholt. Hier bewies der Schiedsrichter jedoch echtes Fingerspitzengefühl und gab dem Torwart nur den gelben Karton. Und natürlich für uns einen Strafstoß. Puhhh, zur richtigen Zeit.

Wie schon in den Spielen zuvor trat Mister Iceman „Buschi“ an. Ich will es nicht spannend machen. Er ließ dem Keeper natürlich keine Chance. 1:0.

Gleichzeitig stellten wir die Mannschaft und damit auch die Taktik um. Ilja musste nach Hause und neue Schuhe holen. Also Marc auf den Liberoposten beordert sowie Andre als Schnittstellen zwischen Abwehr und Sturm etwas nach hinten gezogen. Dennis Henke (verletzungsbedingt war sein letztes Spiel das erste Gruppenspiel im laufenden Wettbewerb) kam in die Spitze mit dem Auftrag, dort Bälle „festzumachen“ und auf das aufrückende Mittelfeld zu warten.

Nur zehn Zeigerumdrehungen später ging diese Taktik voll auf. Dennis stoppte den Ball, sicherte ihn und „Bömmel“ kreuzte den Laufweg von links nach rechts. Dennis legte den Ball in den Laufweg von dem pfeilschnellen „Bömmel“, der das Spielgerät gegen den Laufweg des Fängers zum 2:0 links ins Tor schob. Brillant gespielt, ihr Zwei.

Bis zur Halbzeit hatten wir das Spiel dann eigentlich im Griff. Dennoch konnte man bei den Brakelern die individuelle Klasse sehen. Die haben echt gute Einzelspieler in ihren Reihen. Und wir? Auch! Aber wir waren mehr eine Einheit, in der jeder für den anderen gekämpft hat.

Zitat unseres Kapitäns „Letsche“ aus unserer WhatsApp-Gruppe: „Fühle mich gerade verpflichtet, als Käptn ;-) zu sagen, dass der Einsatz und Kampf heute das Finale gebracht hat. Hut ab. Wir haben es mehr als verdient.“

Besser kann man es nicht zusammenfassen.

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In der zweiten Halbzeit war dies noch wichtiger. Unser laufintensives Spiel verbrauchte bei der Hitze die Kräfte zusehends. Wir kamen zwar immer wieder zwingend vors Tor, belohnten uns aber nicht. Oftmals waren wir auch nur durch Foulspiel zu stoppen. Der letzte Mann des Gegners hätte hier sogar einmal die Rote Karte verdient, als er Andre unsanft von den Beinen holte. Die blieb aber in der Tasche vom Schiedsrichter stecken. Ein klarer Elfmeter wurde uns ebenfalls nicht zugesprochen. Aber wie oben schon geschrieben, verwehrte er dem Gegner in der fünfminütigen Nachspielzeit ebenfalls einen Elfmeter, den man hätte geben können. Brakel wird sagen: „sogar hätte geben müssen!“

Ausgleichende Gerechtigkeit J Eine Verlängerung wäre schwer geworden.

Aber nun noch mal zwanzig Minuten zurück. „Buschi“ musste mit Adduktorenproblemen raus. Er wurde von Karsten Jakubeit hervorragend vertreten. Dennoch machte der Gegner nach einem Freistoß kurz vor dem Strafraum in der 66. Spielminute den 2:1 Anschlusstreffer. Den Ball hätte unser Torwart Sebastian eigentlich locker aufgenommen, aber „Bömmel“ fälschte ihn beim Abwehrversuch unglücklich und somit unhaltbar ab. So haben wir eigentlich alle drei Tore gemacht. Also fast zu „null“ gespielt.J

Mit großer mentaler Stärke, dem unbedingten Willen jedes Einzelnen, den taktischen Ein- und Auswechslungen zum Zeitgewinn und etwas Glück brachten wir die 2:1 Führung über die Zeit. Das Spiel hätte durchaus auch in die Verlängerung gehen, genauso hätte es am Ende aber auch 3:1 oder 4:1 stehen können.

 

Mit Schlusspfiff sah man in glückliche, aber auch angestrengte Gesichter der Altgalaktischen. Die Mannschaft der SpVg 20 Brakel war ein starker und dem Halbfinale würdiger Gegner. Sie waren fair, gratulierten und sagten auch, dass wir den Sieg insgesamt verdient hätten.

Am Ende zählte der Sieg und somit der Einzug in das Finale gegen den SV Holzhausen, der TuS Lüchtringen mit 6:2 besiegten. Wir sind gewarnt.

 

Das Finale findet schon am kommenden Samstag, 12.05.2018 um 17:00 Uhr im Rehbergstadion, Rehbergstraße in 33014 Bad Driburg-Langeland statt.

Wir setzten einen Fanbus ein. Unsere Fans können gegen einen Unkostenbeitrag von 10,- € mitfahren. Die Falsche Bier wird für 1,-€ verkauft. Der Erlös wird für die Bezahlung des Busses benutzt.

Treffpunkt ist das Alsterstadion in Bühne um 15 Uhr.

Abfahrt pünktlich um 15:15 Uhr.

Marc und Hartmut

Die „Altgalaktischen“

Mai 2018